Jena. Aktiv durch den Sommer – so lautete in den Sommerferien das Motto für die 40 Sportcamp-Teilnehmer beim USV Jena. Vor allem Mannschaftsballsportarten wie Fußball oder Rugby stehen bei den Kindern hoch im Kurs. Dass man aber auch ohne einen Ball zwischen den Füßen Spaß am Sport haben kann, das hat sich beim Sommer-Aktiv-Camp gezeigt. Da hat die USV-Abteilung Karate unterstützt vom Deutschen Karateverband den „Master of Spinjitzu“-Tag 2011 ausgerichtet. In zwei spannenden Stunden entführte USV-Karatetrainerin Katja Schubach die Kinder in die Zeit des alten
Japans.

„Mit Veranstaltungen wie diesen versuchen wir, Kinder für das Karate zu begeistern“, sagt Katja Schubach. Aber auch Aufklärungsarbeit werde hier geleistet, denn viele Kinder kämen mit falschen Erwartungen zum Karatetraining. „Es geht beim Karate weder um Bruchtests noch darum, zu lernen, wie man sich prügelt“, sagt die Trainerin weiter. Vielmehr sei Karate eine Sportart wie jede andere. Nur mit Ausdauer, Selbstdisziplin und jahrelangem Training komme man zum Erfolg.

Und so standen im Jenaer USV-Dojo zunächst einfache Fauststöße, Schritttechniken und Fußtritte auf dem Programm. Dass man Kinder mit hartem Training heutzutage nicht hinter dem Ofen vorlockt, weiß Katja Schubach nur zu gut. „Um Kinder zu begeistern, muss man sich immer wieder neue Spiele und Späße ausdenken, die Kinder in ihrer
eigenen Welt abholen“, sagt sie.

Einen großen Einfluss auf das Karate hatten vor vielen Jahrhunderten chinesische Kung Fu-Kämpfer. Sie brachten Tierkampfstile nach Japan, wie man sie zuletzt in dem beliebten Animationsfilm Kung Fu Panda sah. An fünf Stationen konnten die Sportcampteilnehmer diese Tiere nachahmen. Ob einbeinig auf einer umgekippten Bank balancierend wie der Kranich oder mit großer Kraft die Faust in ein Schlagpolster stoßen wie der Tiger – die Kinder waren mit Feuereifer dabei. Den größten Spaß aber hatten die Kinder dabei, sich einmal so zu fühlen wie der Panda Po, dem vom vielen Training oft ganz schwindelig wurde. Mehrmals um die eigene Achse gedreht sollten die Kinder versuchen, trotz Schwindelgefühls den Boden unter den Füßen nicht zu
verlieren.

Gebannt lauschten die Kinder zudem während des kurzen Ausflugs in die Geschichte der japanischen Kampfkünste, lernten auf Japanisch bis zehn zu zählen und wie man einen Karate-Gürtel richtig bindet. Und damit das neue Wissen nicht sogleich verloren ging, erhielt jedes Kind ein großes Karate-Poster. Darauf sind alle Techniken abgebildet, die sie im Sommercamp gelernt haben.

USV Jena/Abteilung Karate
Katja Schubach

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