Begonnen hat es am Samstag, den 06.10.2018 in der Landessportschule Bad Blankenburg. In den ersten Theoriestunden und einer ersten Trainingseinheit im Kampfsportraum mit Swen konnten die ersten Erfahrungswerte vermittelt werden. Viele verschiedene Möglichkeiten mittels Equipment wie Koordinationsleiter, Springseile, Soundkarate-Stangen, Schwimmnudeln uvm. konnten direkt genutzt und ausprobiert werden.

Mit einem perfekten Sonnenuntergang konnten alle 31 Teilnehmer den Alltagsstress ablegen und den Abend beim Kennenlernen und Plaudern ausklingen lassen.


Am Sonntag ging es dann auch schon ein bisschen schärfer zur Sache. Bereits nach dem Frühstück wurde eine praktische Trainingseinheit eingelegt und eigene Trainingspläne ausgearbeitet und vorgestellt. Da die Teilnehmer aus verschiedensten Regionen und somit aus unterschiedlichen Vereinen mit teilweise schon Trainererfahrungen stammten, konnten auch untereinander viele Variationen und Möglichkeiten ausgetauscht werden. Am Montag und Dienstag stand dann der weitere Trainingsaufbau sowie Anatomie mit Peter auf dem Plan. Dies ist für Trainer besonders wichtig, um vorallen die Trainingseinheiten den unterschiedlichen Karatekas, seien es Minis oder Erwachsene, und deren körperlichen Verfassungen anzupassen. Das Thema Dehnung wurde durch Michael Kieser aus sportwissen-schaftlicher Sicht erläutert.

Die Mittagspausen und die Freizeit am Abend wurden von den Traineranwärtern zum Kraft tanken, teils bei herrlichem Sonnenschein, zur Vertiefung der erworbenen Kenntnisse oder für sportliche Aktivitäten wie Krafttraining genutzt.
Mittwoch und Donnerstag hieß es natürlich wieder Trainingspläne schreiben und “Möglichkeiten eines Trainings mittels günstiger Hilfsmittel”. Dazu hatte Bianca einiges an kleinen Hilfsmitteln wie Luftballons, Tischtennisbällen und Bierdeckeln dabei.
Beim eigenständig organisierten Volleyballspiel sollten die Grundlagen der Teambildung und Teamfähigkeit innerhalb der Teilnehmer noch mehr gefestigt werden.

Im Anschluss durfte man mit dem Geburtstagskind eine wunderschöne Karate-Torte sowie selbstgebackene Muffins mit Karatebildchen darauf verspeisen und beim Karten oder Billard spielen den Abend ausklingen lassen. Als vorletzter Referent kam Frank Sattler, um die Themen Selbstverteidigung, Vereinsrecht und Datenschutz näher zu beleuchten und den Inhalt des folgenden Zitates allen klar zu verdeutlichen:

„Das geheime Prinzip der Kampfkünste ist nicht, den Angreifer zu bezwingen, sondern zu beschließen, einen Zusammenstoß zu vermeiden, bevor er passiert.“ Gichin Funakoshi

Durch praktische Einheiten konnten die Selbstverteidigungstechniken selbst ausprobiert werden. Da zum Freitagabend einige Ortsansässige Vereine und Sportler die Sportschule zum Training aufsuchten, wurde kurzerhand der Kampfsportraum zum Krafttraining und “Tanzen” genutzt. Samstag und Sonntag gab es für die Karatekas noch die Geschichte des Karates und eine kleine Sporteinheit zum Thema Kyusho durch Dirk-Uwe Dahm. Zum Mittag ging es nach 9 Tagen sowohl Theorie- als auch Praxis-Input für die Traineranwärter nach Hause. Nun heißt es die Hausarbeit mit einem gewählten Thema und Trainingspläne zu schreiben und dabei die erworbenen Fähigkeiten bis zum Prüfungswochenende im Dezember umzusetzen. Für die Einblicke in die Vielfältigkeit eines Karate-Trainings in verschiedenen Gruppen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten bedankten sich alle Teilnehmer bei den Organisatoren und Referenten und hoffen auf eine positiv ausfallende Prüfung.

Christin Rochau

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