Madeleine Schröer und Charlotte Grimm überraschen mit besonderen Leistungen

Erfurt. Am 8. und 9. April fanden die Deutschen Meisterschaften der Leistungsklasse (Ü18) im Karate statt. Dort trugen 506 Sportler aus 154 Vereinen hochklassige Kämpfe in den Holstenhallen in Neumünster (Schleswig-Holstein) aus. Unsere Thüringer Delagtion schaffte es dabei auf Platz 2 der Ländergesamtwertung!

Dabei siegte Madeleine Schröter (Musashi Weimar) mit gerade einmal 17 Jahren in der Klasse der Damen -68kg. Damit schaffte sie den Sprung aus der Klasse der Junioren zur Leistungsklasse reibungslos. Im Finale siegte sie einstimmig im Pflichtentscheid gegen Sina Selter (Niedersachsen). Ihre Team Kollegin Charlotte Grimm (Shotokan Karate Verein Arnstadt) besiegte im Finale der Klasse +68kg die aktuelle Vieze Weltmeisterin aus Griechenland Elena Chatziliadou (Nordreinwestfahlen) und ist somit deutsche Meisterin. In der gleichen Klasse konnte Rosa Liebold (Musashi Weimar) nach langer Verletzungspause sich ebenfalls wieder aufs Treppchen kämpfen und nimmt Bronze mit nach Hause.

Die Geschwister Jana und Noah Bitsch (Sportcenter Bushido Waltershausen) konnten ihre Klassen abermals für sich entscheiden. Jana siegte in der Klasse der Damen -55 kg im Finale gegen Stella Holczer (Rheinlandpfalz) und Noah Bitsch siegte in der Klasse der Herren -75 kg gegen Laurent Etemi (Baden- Württemberg).

Michaela Queck (Sportcenter Bushido Waltershausen) konnte sich ebenfalls in der Klasse -55 kg in zwei Runden gegen Sachsen- Anhalt und Berlin durchsetzen. Im Halbfinale unterlag sie gegen die spätere Silbermedaillengewinnerin Stella Holczer. Im anschließenden Kampf um Platz 3 musste sie sich gegen Brandenburg geschlagen geben und belegt somit einen guten Platz 5.

Niclas Spott
(Chikara Club Erfurt) startete zu seiner ersten DM der Leistungsklasse bei den Herren -60 kg. Seine erste Runde siegte er gegen Bayern und unterlag dem späteren 5. platzierten aus Baden-Württemberg.
Sebastian Blaa (Chikara Club Erfurt) kämpfte in der Klasse der Herren -84kg. Leider unterlag er bereits in seiner ersten Runde gegen Bayern.

Antje Mager (Sportcenter Bushido Waltershausen) startete gemeinsam mit Josephine Röhl (Musashi Weimar) in der Klasse der Damen -61kg. Antje unterlag leider in ihrer ersten Runde gegen Baden-Württemberg. Josephine Röhl konnte sich in der ersten Runde gegen Nordrhein-Westfahlen durchsetzen, unterlag dann aber gegen Sachsen-Anhalt.
Ein ähnliches Schicksal teilt Luise Schleyer (Musashi Weimar) in der Klasse -68kg. Sie konnte sich in ihrer ersten Runde gegen Rheinland- Pfalz durchsetzen, unterlag dann aber gegen Sachsen- Anhalt.

Im Kumite Team trumpften Michaela und Antje zu zweit im Team auf, da ihre beiden anderen Teammitglieder krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnten. Sie kämpfen sich bis ins Viertelfinale, dort unterlagen sie gegen USC Duisburg (Nordrheinwestfahlen). In den Trostrunden unterlagen sie gegen Rheinland-Pfalz und erreichten so einen sehr guten Platz 5.

Da Jana schon einige Jahre im USC Duisburg unter Bundestrainer Thomas Nitschmanns Augen trainiert, trat die gebürtige Waltershäuserin mit ihren Trainingspartnern im Team an. Gemeinsam waren die 4 Damen nicht zu schlagen und erreichten verdient die Goldmedaille.

Noah tat es ihr gleich. Er startete mit dem Team des Karate Verbandes Schleswig-Holstein, da wir in Thüringen aktuell kein Männerteam stellen können. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen erkämpfen sich die 7 Männer ebenfalls Gold.

Im Kata Einzel, hatten wir dieses Jahr leider keinen Starter, dafür trat allerdings das Damenteam des USV Erfurt an. Maria Ginzburg, Elise Matthens uns Amelie Petring unterlagen den späteren Deutschen Meistern des Landesverbandes Bayern. In den Trostrunden konnten sie sich jedoch gegen Baden-Württemberg durchsetzen und erreichten so Bronze.

Im Para- Karate traten im Rollstuhl Sven Baum und Daniel Langer (1. Karateverein Erfurt) an. Sven überraschte mit einer neuen Kata und erreichte mit dieser Silber. Daniel belegte Platz 3.

Die Trainer und Coaches freuen sich sehr über die Ergebnisse und die dahinter steckenden Einzelleistungen. Wie jedes Jahr fehlte dem einen oder anderen Athleten ein wenig an Glück, sei es an der Auslosung oder bei der Bewertung durch die Kampfrichter.
Wir gratulieren zu den Platzierten und wünschen eine verletzungsfreie Vorbereitung auf neue Ziele.

Rosa Liebold

Bilder: Ralf Wolbers (DKV)

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